
art’otel potsdam
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Auffallend und einzigartig in Potsdam ist, ein altehrwürdiges Gebäude aus dem
19. Jahrhundert mit einem neuen geschwungenen Hotelbau zu kombinieren.
Der Spannungsbogen baut sich zwischen Historie und Moderne auf.
Das Gesamtareal wurde in den Jahren 1840/41 nach den Plänen von Ludwig Persius errichtet und diente als Heereskornspeicher mit dampfbetriebenen Mühle. Bauherr war König Friedrich Wilhelm IV., der große Bedenken hatte, dass Industriebauten das Stadtbild von Potsdam verschandeln könnten. Zu seiner Blütezeit hatte er vor, Potsdam in Arkadien zu verwandeln: Es entstanden die Traumschlösser, Gärten und großzügige Villenanlagen.
Die Architektur dieses nach heutigen Maßstäben modernen Logistikzentrums orientierte sich nach dem Vorbild eines Kastells und italienischen Pallazzos. Gebäude aus Siena und Florenz standen Pate.
Die imposante Anlage hatte wie heute zwei Sichtseiten – die Havelseite und die heutige Zeppelinstrasse, damals die Landstrasse nach Brandenburg.
Der König konnte die Anlage von den Terrassen von Sanssoucci einsehen und war sehr zufrieden mit dem Ergebnis.
Innen jedoch war es ein hochmoderner Industriebau – ein Vorbote der Industrialisierung! Die Dampfmaschine entwickelte 40 PS und hatte Kapazität von 8 Windmühlen.
Das Getreide wurde mannshoch in die Geschosse eingelagert und durch ein Rohrleitungssystem, das teilweise noch erhalten ist, verteilt und gemahlen. Das Areal umfasste ein Kornmagazin und ein Mehlmagazin – in der Mitte der Mühle.
1995 wurde das Areal aufwändig saniert und um einen Neubau, in dem ein Teil des art´otel untergebracht ist, ergänzt.
Die involvierten Künstler waren Katharina Sieverding, deren Fotowerke in jedem Zimmer und den öffentlichen Bereichen zu bestaunen sind. Das Innendesign wurde von den englischen Designer Jasper Morrison gestaltet.
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